Das Schafgeblök:

Blökende Schafe in einem Weblog - oder kurz: Das Schafgeblök. Hier erfahren sie alles rund um die Zucht der speziellen Shropshire-Schafe und unserer kleinen aber feinen Herde.
Übrigens: Ein Hund bellt, ein Esel brüllt und das Schaf? Es blökt!

Donnerstag, 26. Februar 2015

Shropshire-Nachwuchs 2015: Zwillinge

Nach langer Schafgeblök-Abstinenz gibt es mal wieder einen Blog-Eintrag. Die ersten Lämmer haben im Kalenderjahr 2015 das Licht der Welt erblickt. Lotte, die Chefin der Herde, hat zum ersten Mal ein Mädchen zur Welt gebracht -
und dieses mal gleich zwei Stück. Mutter und Zwillinge sind wohlauf und genießen bei den kalten Temperaturen die Stallzeit. Wir sind gespannt, wann die nächsten "Lamperl" folgen! Ausreichend Stallplätze sind bereits vorbereitet und dementsprechend eingestreut...

Montag, 9. Juni 2014

Heu-Ernte: Feinste Ware!

Die Schön-Wetter-Periode über Pfingsten nutzten wir, um den ersten Schnitt 2014 zu pressen und ins Trockene zu holen. Bereits eine Woche zuvor studierten wir die Wetter-Prognosen und entschlossen uns am Montag, die Ballen-Presse der Genossenschaft für Pfingstmontag zu reservieren. Am Mittwochabend mähten wir das Grundstück am Stall, wobei wir eine kleine Dusche abbekamen. Also mussten wir unterbrechen und die Hälfte am Donnerstagmorgen vor der Arbeit mähen. Am Abend stand dann eine weitere Wiese zum Mähen an. Dank Heuwender ging uns die Mühe wesentlich leichter von der Hand und wir wendeten das Gras einmal täglich auf beiden Grundstücken. Am Pfingstsonntag mussten wir aber "old school" die "Schlouern" per Hand und Rechen machen. Und am heutigen Pfingstmontag kam der Lohn der Arbeit und wir pressten vormittags Heu. Alles hat reibungslos funktioniert. Auch das Aufsammeln und das Verstauen der Ballen. Am Ende waren es 61 Ballen und der Stall ist damit so gut wie voll. Für die Lagerung des zweiten Schnittes müssen wir uns noch was einfallen lassen. Wir sind glücklich, dass wir dieses feine Heu nun im Trockenen haben und können nun entspannt auf den Winter blicken. Großer Dank an die helfenden Hände und die perfekte Vorbereitung der Maschinen im Vorfeld!

Wiese nicht gemäht.
Wiese gemäht.
Umschlagen unter Aufsicht.
Umschlagen alleine.
Gemähtes Gras in "Schlouern".
Heu pressen.
Reste zusammenrechen.
Große Schouer.
Lohn der Arbeit unordentlich.
Lohn der Arbeit ordentlich.




Donnerstag, 10. April 2014

Fellverlust und Euterentzündung

Alle Schafe sind wohlauf - fast alle Schafe. Bei der Zwillingsmama wieß ein immer schlimmer werdender Fellverlust auf eine Euterentzündung hin. Für uns bedeutete dies eine tägliche Eingabe von speziellen Globuli (Aconitum) und das zusätzliche Füttern der beiden Lämmer mit der Flasche. Auch wenn die Zwillingmutter ziemlich gerupft aussieht, scheint nun alles wieder in Ordnung zu sein. Die Lämmer trinken nach wie vor und wackeln dabei mit dem Schwanz - ein deutliches Zeichen dafür, dass sie auch wirklich Milch erwischen.

Ansonsten kann man den Lämmern fast täglich beim Wachsen zuschauen und sie behaupten sich schon langsam innerhalb der Herde. Die umschliegenden Wiesen in unmittelbarer Stallnähe sind nun alle abgegrast und am Wochenende geht es auf die Sommerweide. Alle elf Shropies in einen Hänger zu bringen, wird wohl nicht ganz funktionieren. Deshalb sind wir nach wie vor auf der Suche nach einem Bauwagen oder einem Viehhänger, der als Unterstand auf der Weide umfunktioniert werden kann. Sachdienliche Hinweise bitte ans Schafgeblök richten.



Sonntag, 16. März 2014

Futtervielfalt

Ein herzliches Dankeschön geht nach Schwaben. Unsere Freunde aus Lauingen haben an die Schafmütter gedacht und bei ihrem letzten Besuch einen Sack Rübenschnitzel und Gras-Cops extra für sie mitgebracht. Die Cops verfüttern wir aber nur sehr spärlich, damit es zu keiner Übersäuerung des Magens kommt. Zudem bekommen die Shropies - und auch die Kleinen fressen bereits kräftig mit - Haferflocken und Lammkorn. Bei den beiden Einlingen merkt man in ihrer Entwicklung deutlich, dass sie sich die Milch nicht mit einem Geschwisterchen teilen müssen. Sie entwickeln sich wirklich prächtig und auch die kupierten Schwänze beginnen langsam abzufallen. Aber auch die Zwillinge sind wohlauf. Die ganze Herde teilt sich gemeinsam den Stall. Meistens treiben sich aber alle auf Nachbars Wiese herum, um zu grasen. Die Tage am Stall sind gezählt. Bald geht es wieder auf die anderen Weiden...

Leckerli-Mix von links nach rechts: Rübenschnitzel, Lammkorn, Haferflocken und Gras-Cops.

Mittwoch, 26. Februar 2014

The next one, please!

So - und nun ist es auch bei Lotte - unserem ältesten Schaf - soweit gewesen. Wie es scheint, the same procedure as every year: ein Böckchen. Sie nimmt das Lämmchen gut an und lässt es auch in Ruhe trinken. Auf die Nachgeburt warten wir allerdings noch. Wenn es so weiter geht, sollten wir über eine Webcam nachdenken :) - Aber keine Sorge, eigentlich sind damit alle Schafe durch. Ob Holly aufgenommen hat, wissen wir nicht. Gefühlt ist sie ja schon seit einem Jahr trächtig...

Wir erfreuen uns auf alle Fälle an unseren vier Lämmchen und müssen langsam darüber nachdenken, ob wir nicht doch mal den Stall vergrößern...


Montag, 24. Februar 2014

Eilmeldung: Drillinge!!!

Am Samstag freuten wir uns noch über EIN neues Lämmchen - jetzt sind es auf einen Schlag gleich DREI Stück! Alle sind wohlauf und trinken auch - das ist mal die wichtigste Nachricht, denn oft kann es auch sein, dass eines verstoßen wird... Mehr Informationen demnächst!



Samstag, 22. Februar 2014

Wenn das Schäferherz frohlockt...

Das Schäferherz frohlockt: Nachwuchs ist da!
Endlich: Das erste Lämmchen 2014 ist da! - Wegen solchen Erlebnissen betreiben wir das Schaf-Hobby und in dem Moment vergisst du die Anstrengungen, bei 36 Grad Heu zu wenden, jeden Wintertag Wasser in den Stall zu bringen und vieles mehr.

Als wir heute eine neue Heulieferung zum Stall brachten, fiel uns schon auf, dass ein Schaf fehlte. Ein vorsichtiger Blick in den Stall reichte und wir sahen, was der Grund war. Das Mutterlamm leckte ein gerade frisch geborenes Lämmchen trocken. Aus dem Hintergrund beobachteten wir das Szenario. Nach kurzer Zeit ging auch die Nachgeburt ab und wir bereiteten eine frisch eingestreute Box für die beiden vor und quartierten sie um.

Das war alles ein bisschen viel Stress für Mutter und Kind und die Beiden brauchten erstmal eine Pause. Nach einem Nickerchen der Zwei warteten wir noch, ob das Lämmchen auch trinkt. Und als wir das kräftige Schmatzen vernahmen, bestand für uns kein Handlungsbedarf mehr und wir konnten die Beiden alleine lassen. Jetzt sind wir gespannt, wann die nächsten Lämmchen kommen und wir freuen uns, dass nach zwei Böcken nun endlich ein weibliches Lamm das Licht der Welt erblickt hat!

Gut sichtbar: Die Nachgeburt verabschiedet sich.

Vorbildliche Mutter-Kind-Beziehung.

Verdiente Ruhepause.

Sonntag, 19. Januar 2014

Ungewohnte Temperaturen und ein Schreckensmoment

Die für einen Januar ungewohnten Temperaturen bringen auch unsere Herde durcheinander: Ein Teil der Shropies fängt nämlich jetzt schon wieder an, sich vom Heu wegzuwenden und lieber auf Gras-Suche zu gehen. Dieses Phänomen ist vor allem bei den Jährlingen festzustellen, sobald sie wieder nach draußen dürfen. Momentan wechseln sie sich was ihre Arrestzeit betrifft, wöchentlich mit unserem Bock Hennes ab. Sobald die einen dann wieder nach draußen dürfen und der Wechsel stattgefunden hat, gehen sie schon fleißig auf die Suche nach den ersten Grashalmen...

Das wöchentliche Misten gehört im Winter schon zur Routine - nicht aber der folgende Schreckensmoment: Als wir frische Sägspänne geholt hatten und auf die Weide zurückkehrten, fiel uns auf, dass ein Schaf fehlte. In freudiger Annahme, dass es wohl nun Nachwuchs gegeben hat, stürmten wir zum Stall. Dort war aber weder eine Mutter noch ein Lamm zu sehen. Große Fragezeichen standen uns über dem Kopf, denn weder ein Blöken war zu vernehmen noch das fehlende Schaf in Sichtweite. Beim Abgehen der Grenzen fiel uns in der untersten Ecke auf, dass sich Holly - mal wieder - mit dem Kopf im Zaun verfangen hatte. Mit Schäfershilfe konnte sich die umtriebige Holly befreien und zum Rest der Herde aufschließen. Am Ende sind wir wieder um eine Anektode reicher - trotzdem fiel uns ein Stein vom Herzen, dass sie sich nur verfangen hatte.

Ansonsten ist die Herde wohlauf. Eines der Lämmer konnte kürzlich tagelang nicht mehr auftreten und wir dachten schon an den Metzger... Aber mit Hilfe von Arnica D12 wurde es wieder gut und auch die Kleinste springt wieder fleißig. So wie die Shropshire-Schafe derzeit springen, könnte man meinen, dass es auf den Frühling zu geht.

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Stallzeit

Unter der Woche ist unser Bock Hennes aus seiner Stallbox ausgebüxt. Er muss solange gegen das Hasengitter mit dem Kopf gestoßen sein, dass er es irgendwann geschafft hat, nach außen zu den anderen Schafen zu gelangen. Wir haben es erst am Abend gemerkt und können nicht sagen, wie lange Hennes bei den weiblichen Schafen war. Es müsste schon sehr viele Zufälle aufeinander treffen, wenn er die zwei kleinen Schafe innerhalb ein paar Stunden erfolgreich gedeckt hätte. Wir haben ihn gleich in die andere Box gesteckt, da das Tor nicht schnell repariert werden konnte.

Mittlerweile haben wir das Tor repariert und der Ausbüxer schmollt nun wieder in seiner Box.


Im gleichen Zug haben wir auch die Ställe mal wieder gemistet. Allein am Misthaufen merkt man deutlich, dass wieder Stallzeit ist. Er wächst von Woche zu Woche.


Die Shropies haben ihre Ernährung nun komplett auf Winter umgestellt und fressen ausschließlich Heu. Fast täglich geht ein kleiner Heuballen drauf. Uns freut es, dass alle wieder an einem Fleck sind. Dass die beiden Kleinen noch nicht gedeckt werden können, bedeutet, dass entweder Hennes oder die beiden Kleinen abgetrennt werden müssen. Insofern müssen wir täglich Wasser für den bzw. die eingesperrten Schafe mitbringen...


Samstag, 7. Dezember 2013

Nikolaustag: Heunetz für Hennes!

Das Warten nimmt kein Ende. Bei Holly haben wir uns bzw. ein befreundeter Schäfer ordentlich verschätzt. Denn nach dessen Rechnung hätte das Lamm schon längst da sein müssen. Da man aber bei Schafen nur sehr selten einen Ultraschall macht und Holly weiterhin fröhlich springt, heißt es einfach weiterhin warten. Geduld ist mal wieder gefragt. Zwar tragen die Schafe nur 150 Tage aber man weiß eben nie genau, wann es passiert ist...


Aktuell befindet sich die gesamte Herde wieder am Stall. Vor einer Woche haben wir alle dorthin gekarrt. Die erste Woche waren die beiden Kleinen im Stall vom Rest abgetrennt, seit dem Nikolaustag darf Hennes sich nun innen aufhalten. Und da er einfach ein Vorzeigebock ist und die Veränderung schnell aktzeptiert hat, hat ihm der Nikolaus ein Heunetz vor die Nase gehängt. Jetzt kann er spielerisch fressen und er muss nicht immer die nebenan gestapelten Heuballen anfressen.


Alle Shropies sind wohlauf und da Hennes in letzter Zeit fleißig gesprungen ist, sollte es Ende Februar / Anfang März ordentlich Nachwuchs geben. Aber auch so ist derzeit wieder reger Betrieb am Stall. Uns freut es, wenn alle wieder beieinander sind und es ist auch organisatorisch um einiges einfacher. Den Wassertransport im Winter können wir uns momentan auch sparen. Die versiegte Quelle liefert momentan wenigstens Schmelzwasser und unsere schlauen Schafe haben das schon entdeckt...

 

Montag, 28. Oktober 2013

Mein Name ist Cormick, McCormick International!

... oder um es mit Oli Kahns Worten zu sagen: Da ist das Ding!


Meine Eltern haben die Augen und Ohren offen gehalten und von einer Hofauflösung Wind bekommen. Kurzer Hand hat mein Vater dann zugeschlagen. Vor allem das seitlich angebrachte Mähwerk freut uns beim 423 natürlich besonders. Insofern hat der Balkenmäher Fella Pionier Rekord erstmal ausgedient.

Und das i-Tüpfelchen: Ein funktionierender Heuwender war auch gleich mit dabei. Mittlerweile fehlt nur noch die Zulassung und ein neues Nummernschild. Beim Landmaschinenmechaniker war er schon und TÜV hat er auch schon bekommen. Jetzt fehlt nur noch ein einachsiger Reisch Kipper oder so etwas in der Art. Vielleicht haben unsere Freunde aus Schwaben einen übrig? :) Ob alles funktioniert, haben wir am Wochenende bereits ausgetestet. Neugierige Passanten konnten glauben, wir würden die runter gefallenen Herbstblätter wenden.


Wollen wir hoffen, dass auf die 5000 Betriebsstunden noch ordentlich weitere dazukommen. Schade, dass nun der Winter kommt...

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Nur noch drei Wochen...

... dann müsste es spätestens soweit sein, dass Holly ihr Lamm zur Welt bringt. Wenn man es nicht wüsste und mit eigenen Händen fühlen könnte, würde es gar nicht auffallen, dass sie hochträchtig ist. Aber das war bei Emma auch schon so. Hingegen bei Lotte hat man meinen können, dass zwei in dem riesen Bauch stecken. Wir sind sehr gespannt, ob es wieder ein Bock wird oder wir mal Glück haben und ein weibliches Lamm rausflutscht. Da Holly aber das einzige nichtreinrassige Schaf in unserer Herde ist, scheidet auch ihr Nachwuchs von der Zucht aus. Insofern ist es eigentlich egal ob Männlein oder Weiblein. Jedoch ist es immer aufs neue ein Wunder, wenn so ein Lämmchen schlüpft. Und sind wir doch ehrlich: ganz frisch und klein sind sie einfach am niedlichsten. Wir freuen uns auf Nachwuchs #3!

Die erste von rechts: die trächtige Holly.


Freitag, 4. Oktober 2013

Die Kleinen entwickeln sich prächtig

Die kleinere Fraktion um die trächtige Holly entwickelt sich prächtig. Unser Zukauf vom Frühjahr wächst und gedeiht und wird auch immer zutraulicher. Bei Holly hingegen tut sich momentan noch nichts und es gibt auch noch keine Anzeichen auf die Niederkunft. Dafür lässt ihr nerviges Blöken langsam nach. Wie es scheint, hat sie sich an die neue Umgebung gewöhnt.

Und: Was ebenfalls löblich erwähnt werden muss, die drei nutzen ihre Freiheit (kein Strom auf dem Zaun) bislang nicht aus und halten sich an die stromlose Einpferchung. Wunderbar - so soll es sein!

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Grasen bevor der Winter kommt

Hennes hat sich seinem Auftrag angenommen und springt fleißig. Nebenbei fressen die vier alles, was sie zwischen Zähne und Kauleiste bekommen können, so dass wir schon wieder ein frisches Stück hinzustecken mussten. Wenn sie so weiter fressen, werden wir wohl noch eine weitere Weide dazwischen schieben müssen, bevor es in den Stall geht.

Während links schon abgegrast wurde,
gibt es rechts Nachschub...

"Wer stört uns beim Grasen?"
Und: Bald gibt es Neuigkeiten, die vor allem die Heuernte im nächsten Jahr erleichtern werden... Wie es scheint, hat der Balkenmäher Fella Pionier Rekord nämlich ausgedient... Dazu demnächst mehr - natürlich hier auf dem Schafgeblök!

Mittwoch, 25. September 2013

Auftrag: Für Nachwuchs sorgen

Unser Bock Hennes ist seit Samstag wieder unter Mädels und hat seinen Auftrag, für Nachwuchs zu sorgen, sofort in die Tat umgesetzt und den Frauen gleich mal seine männlichen Argumente präsentiert. Auch wenn das Bild täuscht: lange anfreunden und beschnuppern, war bei ihm nicht.


Mittlerweile haben sich die Mutterschafe auch an den männlichen Artgenossen gewöhnt und sind ruhiger geworden. Dabei vermissen sie auch nicht ihren Nachwuchs, der sich zusammen mit der trächtigen Holly in der Nähe des Stalls aufhält. Allerdings sind die Drei an die neue Umgebung noch nicht so gewöhnt und blöcken noch relativ laut. Dies sollte sich aber im Lauf der Zeit wieder geben.

Henry und Emil weilen seit Montag nicht mehr unter uns. Mit einem Bolzenschuss wurde das irdische Kapitel für beide beendet, auch wenn das - zugegeben - nicht ganz leicht fiel.

Hier noch ein Bild für die Galerie von Hennes, der sich zur Zeit liebend gerne an den verschiedensten Gegenständen kratzt. Klingt komisch, ist aber so.



Freitag, 20. September 2013

Spruch des Monats

Der Spruch des Monats für das Schafgeblök kommt dieses Mal von ganz oben, nämlich von Papst Franziskus - und ist deshalb auch einen eigenen Eintrag wert. Vielen Dank an Daniel, der ihn druckfrisch mit seiner Spürnase aufgestöbert hat.


Mittwoch, 18. September 2013

Herbstweide gefunden

Da die letzte Wiese mal wieder schneller als gedacht abgegrast wurde, mussten wir unsere Mädels umkarren. Doch wohin mit ihnen? Am Stall sind die Böcke und da der Metzger unseres Vertrauens diese Woche Urlaub hat, können wir die Böcke nicht eine Woche lang einsperren, nur damit die Mädels dort grasen können.

Also fragten wir spontan bei einem Grundstück an, auf das wir schon lange scha(r)f waren. Und wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Innerhalb kürzester Zeit hatten wir die Zusage für ein Grundstück, welches am Anwesen der Großeltern angrenzt und bereits eingezäunt ist - insofern ideal.

Wir unterteilten das Grundstück in drei Parzellen, bauten einen provisorischen Unterstand für die angekündigten Regenschauer und fertig. Ich möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber diesesmal bin ich mir sicher: Die Wiese reicht bis zum ersten Schneefall. Die Obstbäume mussten wir allerdings weitläuftig abtrennen, den die Shropies pflückten Äpfel, Zwetschgen und Co. direkt von den Ästen weg. Und zuviel Obst ist nämlich auch nichts. Gerade die Blausäure der Zwetschgen muss vermieden werden.



Am Samstag gilt es, dann nochmal ein logistisches Problem zu lösen. Hennes soll zu den großen Mädels gebracht werden, damit er diese decken kann. Gleichzeitig sollen die Lämmer und die trächtige Holly aus der Herde herausgenommen werden und zur Weide am Stall gebracht werden - dabei müssen sie jedoch von Emil und Henry getrennt sein, die am Montag zu Fleisch verarbeitet werden... Jede Woche aufs Neue also eine logistische Herausforderung!

Montag, 9. September 2013

Vorher & Nachher


Langsam geht es auf den Herbst zu und unsere Shropies fressen nochmal so richtig, was die Wiese hergibt. Damit man sich das auch mal bildich vorstellen kann, hier ein kleiner Vorher-Nachher-Vergleich.

Gestern haben wir nochmal neu abgesteckt. Das Gras wird gerade mal eine Woche reichen. Danach ist auch diese Wiese abgehütet.

Allerdings steht dann die Familienzusammenführung wieder an und Hennes darf sich endlich wieder austoben und Emil muss nicht mehr zum Bespringen herhalten. Will heißen: Unsere drei großen Mutterschafe verbringen mit Hennes den Herbst, damit es im Februar und März wieder Nachwuchs gibt.

Die trächtige Holly und die beiden kleinen Lämmer gehen auf die Wiese vor unserem Stall. Sie dürfen im ersten Jahr noch nicht gedeckt werden, weil sonst ihr Wachstum stehen bleiben würde und es auch im ersten Jahr zu Fehlgeburten kommen kann. Erst wenn sie nach einem Jahr ihre komplette Körpergröße erreicht haben, dürfen auch sie gedeckt werden.

Da unser Käufer für Henry kürzlich abgesprungen ist, sieht es derzeit so aus, dass ihm das gleiche Schicksal wie Emil ereilen wird und beide bald zu Fleisch verarbeitet werden. Da es unsere eigenen und ersten Sprösslinge sind, fällt uns dieser Schritt bestimmt sehr schwer. Aber so ist nun mal der Lauf des Schaf-Lebens...


Donnerstag, 22. August 2013

Räumliche Veränderung

Vor kurzem haben unsere weiblichen Shropies eine Veränderung bekommen: nämlich eine neue Weide. Auf dieser Wiese haben wir im Juni noch Heu gemacht und nun sind sie zum ersten Mal Schafe dort vor Ort. Ärgerlicherweise hat ein bislang Unbekannter den nächsten Schnitt gemäht, aber dennoch steht genügend Gras für die nächsten zwei, drei Wochen.

Ideal ist das kleine Gartenhäuschen, das auf dem Grundstück steht. Unsere Shropies brauchen dieses auch, da in der Umgebung sehr viel Wildverkehr ist und sie so einen Zufluchtsort haben. In den ersten Tagen war der Zaun regelmäßig platt gewalzt und einmal sind die Schafe auch ausgebüxt. Mittlerweile ist der Zaun abgespannt und die Batterie hat auch ordentlich Strom, so dass niemand ausbüxen kann und auch niemand herein kommen kann. 


Einziger Kritikpunkt ist der Pflaumenbaum, der auf dem Grundstück steht. Hier müssen wir bald die Früchte ernten, bevor sie herunterfallen. Zuviel Pflaumen sind nämlich nichts für den Schafmagen und können tödlich sein. Ich glaube zwar, dass unsere Schafe die Pflaumen eh nicht essen würden, aber sicher ist sicher.

Den Böcken geht es soweit auch gut. Sie grasen rund um unseren Stall alles ab. Hennes kann es schon gar nicht mehr erwarten, dass er wieder zu seinen Mädels darf. Ein bisschen muss er sich aber noch gedulden. Wir wollen ihn erst Ende September wieder zu der Herde lassen bzw. erst dann, wenn Holly ihren Nachwuchs bekommen hat und sie mit den Jährlingen dann zum Stall kommt. Und wenn das soweit ist, müssen wir uns auch von Henry und Emil trennen. Das wird traurig, da uns die beiden sehr ans Herz gewachsen sind, aber so ist das eben... Bis es soweit ist, haben wir noch unsere Freude an unseren Kleinen. Schließlich sind sie unser erster, eigener Schafnachwuchs gewesen...

Dienstag, 6. August 2013

Hitze macht den Shropies zu schaffen

Die heißen Temperaturen machen unseren Schafen derzeit ganz schön zu schaffen. Zwar wächst die Wolle nur langsam nach aber grasen bei 34 Grad Celsius ist einfach nichts für ein Schaf. Die Weide mussten wir deswegen so umstecken, dass genügend Büsche dabei sind, wo sich unsere Shropies von der Sonne verstecken können. Gegrast wird eigentlich nur in der Früh und am Abend. Mittags liegen die Mädels unter den Büschen und die Böcke bevorzugen den Stall. Die regelmäßige Pediküre und Entwurmung ist auch schon wieder geschehen. Vor allem Emil und Henry entwickeln sich wirklich prächtig. Und: Henry ist sehr zutraulich geworden. Früher hat er immer einen Sicherheitsabstand eingehalten, mittlerweile lässt er sich gerne streicheln und ist immer ganz vorne mit dabei. Hier ein paar Impressionen:

Vier stellen sich einfach mal tot...

... und hier spielen alle mit.

Henry entwickelt sich prächtig - auch seine Klauen!

Auch bei den Mädels gibt es nichts zu meckern - Lotte frisst sogar vom Rücken der anderen...