Ein Herdbuch ist eine Zusammenstellung beglaubigter
Abstammungsnachweise von Zuchttieren. Die Viehzucht hat ein großes Interesse daran,
die Abstammung der Zuchttiere zu kennen, da deren Nachkommen die verlangten
Eigenschaften umso sicherer besitzen, je reiner Eltern und Voreltern des
betreffenden Tiers in der bestimmten Rasse fortgezüchtet sind. Auch bei
Shropshire-Schafen gibt es vereinzelt HB-Züchter, deren Ziel der Erhalt der
Rasse ist. Ein Verzeichnis von Shropshire-Schaf-Züchtern findet sich auf der
Internetseite der Interessensgemeinschaft Shropshireschafe Deutschland e.V. (http://www.shropshireschafe-ev.de).
Der Verein hat den Zweck die Reinzucht der Shropshire-Schafe zu fördern.
Hintergrund: Unser Schafbock Hennes stammt aus einer
HB-Zucht. Da er einen klitzekleinen Pigmentfleck auf der Bauchunterseite hat,
wo keine Wolle wächst, wurde er aus der Zucht seines Vorbesitzers aussortiert. Aufgrund
des Pigmentflecks, der nicht zwanghaft an die Nachkommen weitergegeben wird,
war Hennes ein regelrechtes Schnäppchen. Für solche Zuchtböcke werden nämlich
in der Regel mindestens 500 Euro fällig. Allerdings hat die Sache einen Haken –
zumindest für Hennes’ ehemaligen Besitzer. Denn in der Satzung der
Herdbuchzüchter besagt ein Passus, dass die Züchter ihre Tiere ohne
Abstammungsnachweis nicht verkaufen dürfen – ausgenommen sie landen auf der
Schlachtbank. Da dies für Hennes allerdings nicht in Frage kommt, hat sein
ehemaliger Besitzer nun ein kleines Problemchen, da saftige Geldstrafen drohen.
Einzige Möglichkeit: Hennes muss gekört werden und wir erhalten einen
Abstammungsnachweis, womit sein Wert noch mal deutlich zunehmen wird – Pigmentfleck
hin oder her! Wie es also aussieht, steht im nächsten Jahr die erste Körung an.
Hierzu müssen wir uns mit dem Vorbesitzer bei einer Veranstaltung in Ingolstadt
treffen. Kurz davor muss Hennes dann noch das komplette Maniküre- und
Pediküreprogramm für Schafe absolvieren, damit unser Prachtkerl natürlich auch
die richtigen Noten erzielt.
Wenn der Hennes gute Noten bekommt, dann werden vielleicht keine Fleischprodukte produziert, sondern gezüchtet bis der Arzt kommt. Dann war er ein echtes Schnäppchen.
AntwortenLöschenDa er eh aus einer Herdbuchzucht stammt, sehe ich da kein Problem. Ich bin sowieso mehr für die Zucht, als für das Fleischprodukt. Das einzige Problem was zu lösen ist: zusätzliche Weide!
AntwortenLöschenÜbrigens: Die Schafweide könnte bald dein dritter Therapieraum werden. Denn im Wort "Shropshire-Schaf" ist vor allem der Konsonant "s" mehrfach enthalten... Da lässt sich sicher mit dem Züchter eine preiswerte Vereinbarung treffen :)
AntwortenLöschenLogopädie Wissen: Zwar kommt der Konsonant [s] im Wort "Shropshire-Schaf" mehrmals vor, der Laut [s] hingegen kein einziges Mal! Wenn sich um einen Schetismus handelt, dann kommen wir wohl ins Geschäft. ;)
AntwortenLöschenHehe - Ich verstehe. Oder ich nenne das nächste Lämmchen einfach Susi :)
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