Shrophshire-Schafe werden liebevoll als Öko-Rasenmäher für Christbaumkulturen bezeichnet. Bei der Schafrasse, die aus der englischen Grafschaft „shropshire county“ stammt, handelt es sich um eine ganz besondere Rasse mit einem Alleinstellungsmerkmal. Denn nur Shropies können in Christbaumkulturen zur Graswuchsregulierung eingesetzt werden, da sie Nadelgehölze nicht verbeißen. Diese Eigenschaft hängt mit dem angeborenen Fressverhalten zusammen, da sie von Geburt an ihre Futterpflanzen gewissenhaft selektieren. Shropshire-Schafe gelten als hochwertige Fleischlieferanten aufgrund ihrer starken Bemuskelung und bieten dem Christbaumzüchter eine Vielzahl an Möglichkeiten: umweltfreundliche Unkrautbekämpfung, bodenschonende Düngung und lukrative Fleischproduktion.
Bei der speziellen Schafrasse unterscheidet man zwischen der
englischen und der dänischen Zuchtlinie. Die Wolle am Kopf erstreckt sich bei
der dänischen Linie bis zur Gesichtsmitte. Bei der englischen Zuchtlinie ist das
dunkle Gesicht frei von Wolle. Allerdings verwischen sich die Zuchtlinien mehr
und mehr. Die Beine sind bei beiden Linien in der Regel schwarz und frei von
Wolle. Allerdings sollte man beim Schafkauf auf der Hut sein. Denn für den
Laien ist eine Kreuzung mit einem Schwarzkopf-Schaf nicht auszumachen.
Kennzeichen für Shropshire-Schafe sind ein bewollter Kopf,
ein kurzer, kräftiger Hals, stämmige Beine und straffe Fesseln. Böcke können
ein Gewicht zwischen 110 und 140 kg bekommen. Mutterschafe wiegen in der Regel
um die 100 Kilo. Shropshire-Schafe haben sehr gute Ablammquoten und gebären
ihren Nachwuchs einmal im Jahr zwischen Januar und März. Ihre Lämmer sind sehr
schnellwüchsig, weisen gute Schlachtkörper auf und erreichen nach 90 Tagen
bereits die Schlachtreife. Was die Haltung in Weihnachtsbaumkulturen anbelangt
gilt: bis zu zehn Mutterschafe können mit ihren Lämmern in einer ein Hektar
großen Weihnachtsbaumkultur gehalten werden.

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